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Neuer Themenwanderpfad:

GrubenKunstWeg mit knapp 100.000 Euro unterstützt
Ministerin Ina Scharrenbach übergibt Förderbescheid

Ein naturnaher Themenwanderweg auf der Rhonard, der die Geschichte des Olper Bergbaus erlebbar macht – mit diesem Projekt konnte die Kreisstadt in einem Förderantrag bei der Landesregierung überzeugen. Die stattliche Fördersumme von knapp 100.000 Euro hat Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, am Samstagnachmittag, 9. April, im Olper Rathaus an den Heimatverein Olpe überreicht.

Foto: Johannes Ohm
Foto: Johannes Ohm v. l.: 1. Vorsitzender Heimatverein Olpe und Umgebung Axel Stracke, Jochen Ritter (MdL), Ministerin für Heimat, Kom-munales, Bau und Gleichstellung Ina Scharrenbach, Dietmar Gurres, Meinolf Ohm, 1. Vorsitzender SGV Bernd Schneider, Bürgermeister Peter Weber, 1. Vorsitzende Kreisheimatbund Andrea Arens, Peter Maiworm

*Die Idee eines Wanderweges durch das ehemalige Bergbaurevier kam vor etwa zwei Jahren. Der jetzige 1. Vorsitzende des Olper SGV, Bernd Schneider, sei bei Wanderungen in ganz Deutschland auf Lehr-Wanderwege gestoßen, die mit Skulpturen ergänzt seien. Ein zufälliges Treffen von Bernd Schneider und dem bergbaubegeisterten Dietmar Gurres in Olpe sei letztendlich der Zündfunke für den „GrubenKunstWeg“ gewesen, worauf sich rasch eine siebenköpfige Arbeitsgruppe aus geschichtsinteressierten Heimatexperten zusammenfand. [1]
[1] winSiegener Zeitung Nr. 85, Montag, 11. April 2022


Ihr Konzept:
Auf dem Rhonardberg soll in den nächsten 3 Jahren ein informativer Themenwanderweg entstehen, der wissensdurstige Wanderfreunde dazu einlädt, die jahrhundertelange Tradition des Olper Bergbaus zu erkunden – der GrubenKunstWeg.

Heimatgeschichte erleben
*Der Rhonardberg war nicht nur einer der größten und bedeutendsten Erzgangzüge im Olper Raum, sondern auch im Herzogtum Westfalen. Er brachte der Region einen gewissen Wohlstand und hatte in wirtschaftlicher wie politischer Hinsicht große Bedeutung, war er doch ein wesentlicher Grund dafür, dass Olpe 1311 die Stadtrechte erhielt. Auf dieser Grundlage konnte sich schließlich die heutige Industrielandschaft vor Ort entfalten.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Bergbau in der Rhonard im 16. Jahrhundert. Zu dieser Zeit bauten hier die Gewerken Graf Johann der Ältere von Nassau, Graf Hermann von Neuen-ahr und der Droste von Balve, Hermann von Hatzfeld zu Wildenburg, Kupfererz ab.

Peter Maiworm, Mitglied der Arbeitsgruppe erzählte, dass es immer wieder Versuche gab, den Bergbau in der Rhonard aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Bereits 1990 versuchte der SGV-Heimatfreund Werner Koch die Geschichte der Rhonard mit einem Erzlager-Wanderweg der Olper Bevölkerung wieder näher zu bringen, was letztendlich aber nicht verwirklicht werden konnte.Zum 700-jährigen Stadtjubiläum im Jahre 2011 initiierten Gerhard Burghaus und Alfred Schultheis vom Heimatverein eine Wanderung durch das alte Bergbaurevier und rückten damit dieses wichtige Stück Olper Geschichte wieder mehr in den Focus. [2]
[2] Birgitt Engel, Westfalenpost Nr. 85, Montag, 11. April 2022


Der insgesamt acht Kilometer lange GrubenKunstWeg setzt sich aus einer Nord- und einer Südschleife - dem Wasserweg und dem etwas kürzeren Zinnoberweg - zusammen. Verschiedene Skulpturen, Informationstafeln und Rastmöglichkeiten sollen die Besucher mit auf eine kleine Zeitreise nehmen und generationsübergreifend Heimatgeschichte vermitteln.*Start und Ziel wird ein kleiner eigens angelegter Parkplatz sein, versehen mit Infotafeln zur Geschichte des Bergbaus und dessen Bedeutung sowie zum Wanderweg selbst. Im weiteren Verlauf werden weitgehende Informationstafeln errichtet und auch Skulpturen, die die Wanderer animieren sollen, sich mit den örtlichen Gegebenheiten auseinander zu setzen.

So beispielsweise eine Installation namens „Umwelt“, die Meinolf Ohm entworfen hat und die die Trilogie „Wasser, Wind und Sonne“ in Szene setzt.

Gefertigt aus Robinienstämmen soll sie eine Höhe von drei Metern haben und an einem Ort stehen, von dem aus derzeit 11 Windräder zu sehen sind. „Gibt es zu viel oder zu wenig von den drei Gleichen, gerät das System ins Wanken und bricht zusammen. Wir müssen durch unser Umweltverhalten versuchen, Extreme zu vermeiden“.

„Es ist ein wunderbares Projekt. Das Thema Bergbau als Grundlage für unsere wirtschaftliche Entwicklung spricht alle Generationen an. Das gefällt uns“, betonte Bürgermeister Peter Weber. *Dass das Land NRW über sein Heimatministerium die Einrichtung eines solchen Lehrpfades ermögliche, zeige ihm die Richtigkeit, ein Heimatministerium eingerichtet zu haben. [3]
[3] winSiegener Zeitung Nr.85, Montag, 11. April2022

Erste Entwürfe der Infotexte und einer von Umweltskulptur konnten schon am Tag der Übergabe des Förderbescheids in der Ratsetage des Olper Rathauses besichtigt werden.

Enorme Unterstützung des Landes
Der fast sechsstellige Förderbetrag des Landes NRW leistet enorme Unterstützung zur Verwirklichung des Projekts. „Sie bringen uns und unserer Region ein Stück Heimat zurück. Ohne Sie wäre das nicht machbar gewesen“, bedankt sich Peter Maiworm vom Heimatverein Olpe für die großzügige Summe.

Im Beisein vom Landtagsabgeordneten Jochen Ritter, Bürgermeister Peter Weber, der Vorsitzenden des Kreisheimatverbundes Andrea Arens sowie weiteren Gästen und Beteiligten am Projekt, unterschrieb Axel Stracke, Vorsitzender des Heimatvereins, den Förderbescheid in Höhe von 99.198 Euro. Das Projekt GrubenKunstWeg wird bei einer Laufzeit bis Ende des Jahres 2024 zu 90 Prozent gefördert.

„Wir gestalten Heimat“
Ministerin Ina Scharrenbach freute sich, die Entstehung des neuen Themenwanderweges unterstützen zu dürfen. „Wir fördern das, was Menschen verbindet“, verdeutlicht Ina Scharrenbach das Anliegen des Heimatministeriums. Wesentliches Ziel sei es, den Gedanken „Wir haben Heimat“ in das Vorhaben „Wir gestalten Heimat“ umzuformulieren.

*Informationstafeln und Skulpturen sollen auf Bodendenkmäler, Bergbauspuren und die Montanvergangenheit von Olpe aufmerksam machen. Der Name „Gruben-Kunst-Weg“ ist dabei doppelsinnig, denn es soll einerseits auf Kunst hinweisen, die sich in den Skulpturen wiederfinden wird, anderseits findet sich ein Hinweis auf eine Besonderheit der Grube Rhonard, denn diese wurde seinerzeit durch ein aufwendiges Pumpwerk entwässert, ein unter Tage installiertes Wasserrad, das über Gestänge das Grundwasser hob und das Bergwerk somit befahrbar hielt – bergmännisch wird solch ein Pumpwerk „Kunst“ genannt. Damit der Weg attraktiv wird, sind ein Parkplatz, Spielgeräte und Sitzgelegenheiten geplant. [4]
[4] winSiegener Zeitung Nr. 85, Montag, 11. August 2022

Die von Johannes Ohm gestalteten Informationstafeln

„Einem solchen Projekt gelingt es, Tradition und Geschichte in die Zukunft zu tragen“. Ein Wanderweg dieser Art sei zudem eine Neuheit und einzigartig im Land Nordrhein-Westfalen, betonte die Ministerin. *“Ich bin froh, die Menschen kennenzulernen, die sich so etwas ausdenken. Sie bringen Tradition und Moderne zusammen und damit das, was Menschen verbindet. Sie tragen historisch-kulturelles Erbe in die Gegenwart und Zukunft. Das Besondere am Heimatverein ist, dass sie nicht nur sagen, sie hätten viele Ideen, sondern das sie auch gestalten.“ [5]
[5]
Birgit Engel, Westfalenpost Nr. 85, Montag, 11. August 2022

Die Kreisstadt Olpe fiebert der Errichtung des innovativen Wanderpfades voller Vorfreude entgegen und die Kooperationsbereitschaft innerhalb der Kommune ist groß. Im aufwändigen Projekt müssen Bauamt, Stadtmarketing, LWL, das Regional Forstamt, die untere Landschaftsbehörde, Waldgenossenschaften und weitere involvierte Ämter und Behörden an einem Strang ziehen. Ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung des Projekts ist beispielsweise die Verkehrssicherungspflicht.

*Der heimische Landtagsabgeordnete Jochen Ritter (CDU) hatte die Ministerin zur Übergabe nach Olpe eingeladen. Er war den Wanderweg vor der Antragsstellung gemeinsam mit Dietmar Gurres und Peter Maiworm abgegangen: „Weil dieses Vorhaben unter den vielen tollen Initiativen, die bisher den Heimatpreis in NRW erhalten haben, doch noch etwas ganz Besonderes ist, habe ich Ina Scharrenbach gebeten, den Bescheid persönlich zu überreichen und damit den Initiatoren die gebotene Wertschätzung für ihr außergewöhnliches Engagement entgegenzubringen.“

Petra Nies und Klarissa Hoffmann als fleißige Helferinnen

Als kleine Präsente und Andenken erhielt Ministerin Ina Scharrenbach ein selbst verfasstes Buch über die Olper Bergbau-Geschichte von Peter Maiworm sowie einen in Glas gelaserten Miniatur-Pannenklöpper von Bürgermeister Peter Weber.


Ein Artikel von Lorena Klein, Samstag, 9. April 2022 Lokalplus Olpe
Ergänzt durch weitere Berichte von Birgitt Engel, Westfalenpost Nr. 85, Montag, 11. April 2022, und Jörg Winkel, Siegener Zeitung Nr. 85, Montag, 11. April 2022

Alle Fotos: Heimatverein



Sommer-Öffnungszeiten des SGV Wanderheims „Grube Rhonard“

Das SGV-Wanderheim hat wie gewohnt jeden 1. u. 3. Sonntag im Monat von 13.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Dieses Waldsofa des SGV Olpe ist gestohlen worden!

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Sauerlandkuriers!

Wanderhütte Grube Rhonard (Video)

Veröffentlicht am 01 Dez. 2021

Baumaßnahmen

Im Frühjahr 2022 findet am Wanderheim der SGV-Abt. Olpe eine weitere
Baumaßnahmen statt.

Es wurde uns vom Fachdienst für Umwelt mitgeteilt, dass unsere Kläranlage nicht
mehr den Regeln der Technik entspricht und eine Umrüstung in eine vollbiologische
Anlage gefordert wird.

Projektinhalt

  • Umrüstung der Kleinkläranlage in eine Vollbiologische Anlage




Veröffentlicht am 26. Nov. 2021





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